Wissenswertes über den English Setter

Der English Setter ist ein langhaariger mittelgroßer Jagdhund mit harmonisch elegantem Körperbau und einer sehr geschmeidigen Bewegung. Er ist charakterlich ein besonders sanftmütiger und sehr anhänglicher Hund. Trotzdem hat er aber auch noch ein starkes Interesse an der Jagd. Schauen Sie hier nach und erfahren Sie mehr über diese Rasse.

Ursprünglicher Einsatz Jagdhund

Nach wie vor ist der English Setter ein vollblütiger Jagdhund, gezüchtet wurde er speziell für die Niederwildjagd, oft wurde er auch als „Hühnerhund“ bezeichnet.
Heutiger Einsatz Der English Setter ist ein sehr passionierter Jagdhund, der sich auch heute noch im Jagdeinsatz befindet; allerdings sind besonders in Deutschland die landeseigenen „Kontinentalen Vorstehhunderassen“ weit dominanter in ihrer jagdlichen Verwendung. Der English Setter wurde ursprünglich nur für die Suche vor dem Schuss zum „Finden“ und zum „Anzeigen“ des Niederwildes eingesetzt. In dieser Klasse gilt er als Spezialist. Vor allem seine imposanten Vorstehposen gelten als Besonderheit. Früher überließ man es den Retrievern das erlegte Wild zu apportieren. Heute hingegen gilt auch der Setter als freudiger Partner bei der Jagd, bei der er auch zur Feld- und Wasserarbeit eingesetzt wird und erlegtes Wild tüchtig zu seinem Herrchen oder Frauchen zurückbringt. Des Weiteren ist er mittlerweile sogar sehr gut auf der Schweißfährte einsetzbar. Anderseits haben seine Anmut und Eleganz, wie auch sein besonders freundliches Wesen inzwischen dazu geführt, dass er heute immer mehr als Familienhund und sportlicher Begleithund gehalten wird.
Geschichte und Einsatzgebiete Der English Setter ist der nationale Vorstehhund Englands. Er ist ein Nachkomme des spanischen Pointers und der langhaarigen Spaniels. Er wurde bereits 1570 als britische Hunderasse erwähnt und wurde auf zahlreichen englischen Stichen des 16.Jahrhunderts vorwiegend bei der Rebhuhnjagd dargestellt. Als eigentlicher Schöpfer des English Setters zur konstanten Rasse gilt Edward Laverack ( 1797 – 1877 ), oft wurde dieser Setter daher auch als „Laverack Setter“ bezeichnet. Laverack betrieb, ausgehend von seinen schwarz-weiß getüpfelten Stammhunden, dem Rüden „Ponto“ und der Hündin „Moll“, jahrzehntelange Inzestpaarungen mit schärfster Leistungsauslese. Aber es war auch eines seiner Ziele und Prinzipien formschöne Hunde zu züchten. Ein weiterer prägender English Setter Züchter in England ist der Waliser R.L.L. Purcell Llewellin( 1840 – 1925 ). Er kreuzte den Laverack-Setter noch mit dem Gordon- und dem Irish Settern mit dem Ziel, besonders ideale Feldhunde mit ganz hervorragenden Vorstehmanieren zu züchten.
Heute -
Verhalten und Charakter
So bewegungsfreudig sich dieser Hund in der freien Natur gibt, umso angenehmer und gelassener kann er im Haus beziehungsweise in der Wohnung sein. Vorraussetzung dafür ist aber, dass man möglichst täglich seinem anspruchsvollen Auslaufbedürfnis durch freilaufende Spaziergänge oder andere Beschäftigungsmöglichkeiten Rechnung trägt. Der English Setter sucht engen Kontakt zu seinen Mitmenschen und sollte am Familienleben teilhaben dürfen. Bei absoluter Zwingerhaltung kann sich seine hohe Intelligenz nicht sonderlich entfalten! Zudem vertreten ich und die Verantwortlichen von Pets-Doc-Blog die Meinung, dass man Hunde ohnehin nicht in Zwingern halten sollte.
Pflege Das seidige lange Haar sollte regelmäßig gebürstet werden; bei idealer Haarstruktur ist das Fell aber auch schon gut Schmutz abweisend. Baden unter Verwendung von Shampoos entfernt das schützende Hautfett und den natürlichen Glanz, ist aber in manchen Situationen nicht zu vermeiden. Dagegen schadet das Schwimmen in freien sauberen Gewässern dem Fell keinesfalls.

Erforderlich ist auch eine Ohrenkontrolle und fachkundige Reinigung, gleichfalls auch eine Reinigung der Zähne und wenn erforderlich, eine Zahnsteinentfernung durch einen Tierarzt.
Spezifische Erkrankungen Eine spezifische Erkrankung bei den English Settern mit ihrer eigentlich weißen Fellfarbe ist gelegentlich eine genetisch bedingte angeborene Taubheit, die entweder auf einem Ohr auftreten kann, aber auch beidseitig möglich ist. Hunde mit diesem Defekt dürfen keinesfalls mehr für eine weitere Vermehrung verwendet werden.

In der Zuchtordnung des Vereins für Pointer und Setter e.V., Mitglied im VDH, ist festgelegt, dass alle Welpen vor der Wurfabnahme und Abgabe, ab der sechsten Woche audiometrisch getestet werden müssen.
Betreuender VDH Verein Verein für Pointer und Setter e.V.
English-Setter-Club Deutschland e.V.

Diese Informationen haben wir zusammen mit der Tierarztpraxis Barich für deren Blog "Pets-Doc-Blog" zusammengestellt.